Bayern 2, radioSpitzen (Thomas Koppelt):                                                                  
Einst erfolgloser Gagschreiber für die Harald-Schmidt-Show, heute der neue heiße Scheiß auf der Kabarettbühne.

 

Süddeutsche Zeitung (Oliver Hochkeppel):

Kafka in der Großstadt. Thomas Steierer bereichert die Szene mit düsterem Humor. (…) Das könnte im neuen Jahr das neue Kabarett-Ding werden.

 

Passauer Neue Presse (Raimund Meisenberger):

Warum Thomas Steierer das Scharfrichterbeil 2017 verdient hat.(...)

In den Katastrophen seines "Lebensnichtlaufs" entdeckt er Lichtblicke, die ein Außenstehender gar nicht wahrnehmen könnte. Doch Thomas Steierers Bühnenfigur namens Metromadrid zieht das "Immerhin" noch aus finstersten Winkeln. Seine Mittel dazu sind auf die Spitze getriebene Selbstironie, unbändige Sprachlust, Lakonie und Minimalismus. (...)

So riskant diese Nummer ist, so schutzlos und fragil sich Thomas Steierer anfangs präsentiert, umso mehr gewinnen seine wie in Stein gehauenen, maximal reduzierten Sätze an Kraft. Allein das Wort ist seine Waffe. Am Ende gewinnt der mutigste Auftritt mit den literarisch am stärksten verdichteten Texten. Damit löst das Scharfrichterhaus ein, was dessen Gründer Walter Landshuter eingangs versprochen hat: "Wir wollen herausfinden, wer wirklich etwas zu sagen hat auf der Bühne." Das ist mit dem Preisträger 2017 exzellent gelungen. Thomas Steierer hat Existenzielles zu sagen.

 

Süddeutsche Zeitung (Oliver Hochkeppel):

Was den Weg ebnete für den Überraschungssieg des Münchners Thomas Steierer alias "metromadrid". Bislang als Journalist, Werbetexter und Fotograf aktiv, stellte er in seinem noch taufrischen Debüt "Der urbane Dorfdepp. Galgenhumor 4.0" radikal minimalistisch eine gnadenlos depressive Figur auf die Bühne, wie man sie konsequenter und vor allem stets in der Rolle bleibend, klüger und nicht zuletzt witziger lange nicht gesehen hat. Ein Nico Semsrott mit anderen Mitteln.

 

Bayern 2 radioSpitzen (Christoph Leibold):

Der unverzagte Selbstzweifler Thomas Steierer ist da ganz anders gestrickt: Mutiger. Weil er sich selbst in Frage stellt und mutig nicht zuletzt in seinem radikalen Bekenntnis zu maximalem Minimalismus.

 

Süddeutsche Zeitung (Oliver Hochkeppel):

Galgenhumor 4.0., eine stoisch-fatalistischen Bestandsaufnahme eigenen und allgemeinen Unglücks, mit schillerndem Sprachspiel und immer noch einer rabenschwarzen Pointe obendrauf.

 

In-München (Rupert Sommer):

Seine Auftritte können Leben verändern.

 

München.de:
Ganz große Kleinkunst: Metromadrid. Der "urbane Dorfdepp" mischt im Vereinsheim Kafka und Comedy.

 

Tagesspiegel (Gunda Bartels):  

„Der Name klingt kryptisch: Metromadrid. Die Karriere ist so unwahrscheinlich wie steil. Aus dem Stand gewann Thomas Steierer, wie der Münchner bürgerlich heißt, im vergangenen Dezember das Passauer Scharfrichterbeil. Nun gibt es viele Humoristenpreise und ebenso viele mäßig lustige Stand-up-Comedians und Kabarettisten. Metromadrid aber ist anders. Ein notorisch depressiver Bühnencharakter, der an bayerische Stoiker wie Gerhard Polt und Ottfried Fischer erinnert und stark verlangsamt und mit deutlichen Kunstpausen Sätze in sorgfältigem Hochdeutsch aufsagt, die von einem zentralen Wort rhythmisiert werden: „Immerhin“ (...): Das hat etwas Rührendes und in dieser spartanischen Darreichungsform auch Mutiges“. 

 

Abendzeitung München (Michael Stadler):

Wenn einer so minimalistisch mit Worten und Redewendungen jonglieren kann und gekonnt Pausen zu setzen weiß, dem kann man schon ein großes Beil geben.

 

In-München (Rupert Sommer):

Kafkaesk und elementar.

 

Sigi Zimmerschied, Kabarettist und Scharfrichterbeil-Jurymitglied:

Dass der viel weniger Aufwand braucht um noch viel mehr zu sagen: Das ist eine hohe Kunst. Vor allem das so durchzuhalten. In einem Wettbewerb, bei dem so eine Aufgeregtheit dazugehört, beim Publikum eine Erwartungshaltung besteht, so stoisch Haltung zu vermitteln, das habe ich schon lange nicht mehr gesehen.

 

Jess Jochimsen, Kabarettist und Scharfrichterbeil-Moderator bei der Preisverkündung:

 (...) Jemand, der stoisch auf der Bühne steht, sich nicht bewegt und diesen Minimalismus durchhält, der diese depressive Grundstimmung einer Gesellschaft abfängt, sehr bei sich bleibt, ein Timing hat, bei dem ich sage, Leck mich am Arsch, wo hat der das jetzt wieder her. Und das oft auch sehr gescheid.